Insolvenz
Juristischer Ratgeber "Insolvenz"
Neubeginn ohne Schulden
Was Sie über das Verbraucherinsolvenzverfahren wissen sollten.
Ein Kurzüberblick über das Verbraucherinsolvenzverfahren.
„Nichts geht mehr! – Alles ist aus“ – Diese und ähnliche Sätze stehen am Ende einer Entwicklung, die oft damit anfängt, dass Geld innerhalb der Familie oder von Freunden „geborgt“ wird – sei es für eine neue Einrichtung, eine neue Küche, für Urlaub, ein neues Auto ... . Langt das nicht, wird ein „kleiner“ Kredit bei der Bank aufgenommen. Ein größerer Kredit schließt sich an, man hat ja noch Sicherheiten (neben einem regelmäßigen Einkommen noch Lebensversicherungen, Immobilienbesitz, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung usw.). Alles läuft; man lebt prächtig, kauft sich ein Häuschen, das finanziert wird. In 15 Jahren ist alles abbezahlt.
Doch die Zeiten ändern sich:
Dann geschieht´s. Der Hauptverdiener in der Ehe/ Partnerschaft verliert seinen Job. Nicht, weil er keine Leistung bringt. Sein Arbeitsplatz wird wegrationalisiert, weil seine Firma verkauft wird oder sie aus Liquiditätsgründen gezwungen ist, Personal einzusparen. Da er so gut verdiente, hat die Frau sich ganz auf die Kindererziehung verlegt oder arbeitet nur in Teilzeitverträgen. Von heute auf morgen steht die Familie ohne Geld (oder ausgestattet mit einer Abfindung) da. Die Kredite können nicht mehr bedient werden. Das Haus muss verkauft werden. Wegen der großen Schwierigkeiten kommt es zur Trennung oder gar Scheidung, die auch wiederum Geld kostet. Die Schuldenfalle ist zugeschnappt. Was nun? Man hat nichts mehr. Das Konto bei der Bank wird gepfändet, eventuell seitens der Bank gekündigt. Alle hilfreichen Hände werden plötzlich weggezogen. Vollstreckungsbescheide, „Besuche“ des Gerichtsvollziehers, Gehaltspfändungen ... sind die Folge.
